Programm für einen Ausflug, der im Rahmen der Deutsch-Polnischen Medientage am 8. Juni 2013 stattfindet.


8.30 – Treffenpunkt vor dem Hotel Premiere Classe (Wrocław, ul. Ślężna), von wo aus der Bus nach Ruda Sułowska abfährt. Der Bus holt unterwegs auch diejenigen Gäste ab, die im Hotel Mercure wohnen.

10.00 – Ankunft im Bauernhof zum Glücklichen Karpfen in Ruda Sułowska.

10.00-10.30 – Besuch im Freilichtmuseum für Fischerei, dem örtlichen Geschichts- und Naturkundemuseum, in dem man nicht nur Geräte besichtigen kann, die zum Fangen, zum Sortieren und zur Verarbeitung von Fischen genutzt wurden, sondern auch ein Aquarium mit den Süßwasserfischen, die in den Militscher Gewässern gezüchtet werden. Die Besichtigung findet als eine Führung statt.

10.30-12.00 – Ausflug FotoSafari: Die Teilnehmer werden mit Ferngläsern oder Fotoapparaten ausgestattet und auf Pferdefuhrwerken in die Nähe des Teiches Grabówka gebracht. Geplant sind zwei Halte an Observationspunkten, von denen aus die Teilnehmer Kraniche, Seeadler, Reiher und Kormorane beobachten können. In jedem Fuhrwerk ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­sitzt ein Experte, der die Gruppe inhaltlich betreut.

12.00-13.00 – Lunch – gebratener Fisch aus dem örtlichen Fanggebiet

13.30 – Rückfahrt mit dem Bus nach Wrocław

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Die Militscher Teiche gehören zum internationalen Netzwerk Living Lakes (Lebendige Seen). Auf dieser Liste stehen unter anderem der Baikalsee, das Tote Meer, der Balaton, der Titicaca-See und der Victoriasee. Die Militscher Teiche bilden in Polen den größten Naturschutzpark und das größte Reservat, in dem Vögel unter Schutz stehen (5324,31 ha). Im Bartschtal (Dolina Barzczy) wurden über 279 Vogelarten registriert, von denen etwa 170 Arten Brutvögel sind. Während der Migration kommen an den Militscher Teichen über 60.000 Vögel zusammen, deshalb sind die Bedingungen für die Beobachtung von Vögeln in diesem Gebiet ideal.

Gleichzeitig ist das Gebiet der größte Fischteichkomplex in Europa, der eine fast 800 Jahre alte Tradition der Fischzucht vorzuweisen hat. Der Beginn der Fischzucht in diesem Gebiet ist etwa im 13. Jahrhundert anzusiedeln – aus dieser Zeit stammen Informationen über die Teiche, die von Zisterziensern aus anderen Teilen Niederschlesiens angelegt wurden. Das 17. und 18. Jahrhundert gelten als das Goldene Zeitalter der Fischzucht in diesen Gebieten. Im 18. Jahrhundert beträgt die Gesamtfläche der Zuchtteiche über 13.000 Hektar, sprich etwa doppelt so viel wie heute. Im 19. Jahrhundert wird ein Teil der Teiche in Ackerland umgewandelt, und es werden neue Methoden der Karpfenzucht eingeführt sowie hydrotechnische Geräte, wodurch es möglich wird, die Gewässer effizienter zu nutzen. Im 20. Jahrhundert werden die Teiche saniert, es werden Sandinseln aufgeschüttet, die heute wichtige Legeplätze für die Vögel bilden.

ACHTUNG: An der gesamten Veranstaltung nehmen Übersetzer teil.